Tauchen Nord-Sulawesi

Sulawesi erscheint schon auf der Landkarte abenteuerlich, was vor Ort sogar noch übertroffen wird. Entlang seiner vielgliedrigen Küstenlinie befinden sich Tauchreviere mit einer sagenhaften Artenvielfalt. Im Inselinnern erstreckt sich scheinbar endlos der Dschungel und Gebirgslandschaften - Heimat einer üppigen Tier- und Pflanzenwelt und vom Rest der Welt abgeschnittene Naturvölker, wie der Stamm der Toraja mit ihren für Europäer befremdlichen Opferritualen und Begräbniszeremonien. Oder die Minahasa im Norden, berühmt für ihre exotische Küche – die neben harmlosen Leckerbissen, auch Schlange, Waldratte oder Flughund kredenzt.

 
Für Taucher bietet die äußerste nördliche Provinz Sulawesis mit der Hauptstadt Manado außergewöhnliche Erlebnisse. Berühmtes Aushängeschild ist die kleine Wasserstraße Lembeh. Es mutet auf den ersten Blick sonderbar an, wenn vielerfahrene Taucher und renommierte Unterwasser-Fotografen von weit her angereist kommen, um in dieser kargen Wasserlandschaft mit schlechten Sichtweiten, in schlammigen, dunklen Lavagrund herumzustochern.

Tatsächlich sind es die wundersamsten Geschöpfe der Natur, die man wie nirgends sonst in derartiger Hülle und Fülle vorfindet. Manche dieser sogenannten Critter-Lebewesen sind bis zur Unsichtbarkeit getarnt, andere hingegegen in grell leuchtenden, fast psychodelischen Farbkleidern getaucht oder so winzig, dass es schon eine Lupe brauch. Es ist schlicht fasznierend mit welchen enormen Trickreichtum und Vielgestalt sich das Leben diese scheinbare Einöde erobert hat und es macht riesen Spass diesen Kosmos zu entdecken.

 
Im Kontrast dazu stehen die Inselgruppen von Bunaken und Bangka für farbenfrohe Riffe, die geprägt von strömungsreichen Steilwänden mit üppigen Bewuchs aus Bäumchenkorallen, Schwämmen, weit ausladenden Gorgonien und soliden Tischkorallen sowie viele weitere. Makrolebewesen wie Riesen Anglerfische thronen im Geäst, aber auch Riffhaie und Adlerrochen ziehen ihre Bahnen sowie bilden wuchtige Napoleons und Büffelkopf-Papageienfische markante Eyecatcher im Rifffisch-Gewusel. Vielfach sind hier Begegnungen mit Dugong-Seekühen, Delfinen oder mit etwas Glück, verschiedenen Walarten möglich.

Die Tauchplätze entlang der Küste Manados haben sich in den letzten Jahren zum Geheimtipp entwickelt. Ähnlich wie in der Lembeh liegen hier ausgedehnte Muck Diving Spielwiesen für Critter-Fans, aber auch üppige Korallengärten und ein abwechslungsreicher Mix aus beiden Welten ist geboten.

Ganz im Norden Sulawesis, nahe der Grenze zu den Philippinen, warten die Sangihe Inseln von erfahrenen Tauchern entdeckt zu werden. Wer auf westlichen Standard für eine kurze Zeit verzichten kann, wird bei köstlichem indonesischen Essen und einer wunderschönen Landschaft mit einer nahezu unberührten Unterwasserwelt belohnt.


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