Tauchen auf Curacao

In Curacao fühlt man sich ein wenig wie in Europa mit einer ordentlichen Portion Karibik und südamerikanischem Flair. Kein Wunder, denn aufgrund seiner wechselvollen Geschichte besitzt Curacao heute eine der facettenreichsten Kulturen der Karibik. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Einheimischen querfeldein verschiedene Sprachen gleichzeitig sprechen: ob Holländisch, Spanisch, Papiamentu (das lokale Kreole) oder Englisch. Diese Kultureinflüsse spiegeln sich auch in der Musik wieder. So tönt aus dem Radio Bachata, Reggae, Tumba, Ritmo und amerikanischer Pop. Ebenso vielfältig sind auch die einheimischen Leckerbissen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Leguan-Eintopf und holländische Bitterballen als Beilage?

Mit seinen rund 60 Tauchplätzen ist Curacao ein richtiger Abenteuerspielplatz: Ganz individuell fährt man mit seinem Mietwagen zur Tauchbasis, lädt seine Flaschen auf die Rückbank und mit dem Buddy geht es zu den Spots entlang der Küstenstraße. Ein unübersehbarer rot-weiß-gestreifter Stein am Wegesrand markiert die Einstiegsstelle – Tauchurlaub ganz nach eigenem Gusto.

Die meisten Tauchplätze gehen von einer Sandzone in einen sanft abfallenden Riffhang über, die typisch karibisch mit farbenfrohen Schwämmen, Elchgeweih-, Fächer- und buschigen Hornkorallen bewachsen sind. Dazu formen Steinkorallen viele Furchen und Spalten, an denen etliche Rifffische knabbern oder große grüne Muränen auf Beute lauern. Des Öfteren sind auch Barrakudas anzutreffen, ebenso Tunfische, Barsche und Schildkröten. Insgesamt trifft man auf eine intakte Unterwasserwelt, die nie langweilig wird. Zu den bekanntesten Tauchplätzen gehören Mushroom Forest, Alice in Wonderland und Wracks wie das Tugboat sowie der 70 Meter Frachter Superior Producer.

Das 1634 gegründete Willemstad bildet heute das kulturelle Zentrum von Curacao. Seine Altstadt mit den farbenfrohen Kolonialhäusern steht als UNESCO-Weltkulturerbe unter Denkmalschutz und ist die erste Adresse für einen Ausflug. Es lohnt durch die Gassen der Handelskade am Hafen zu schlendern - vorbei an vielen Geschäften, lokalen Restaurants sowie dem Floating Market mit seinem überbordenden Angebot an exotischen Früchten. Besonders am Abend kommt das ganze Inselleben hier zusammen. Die Luft ist erfüllt von Live-Musik und an den urigen Bars werden erstklassige Cocktails gemixt.

Wer ein wenig Energie verbrennen möchte, dem sei ein Ausflug in die vielseitige Naturlandschaft empfohlen. Etwa zum 375 Meter hohen Mount Christoffel im gleichnamigen Nationalpark, der tropisch grün bewaldet ist. Es gibt aber auch ausgedorrte Landschaften mit baumhohen Kakteen, wo sich grün-schuppige Bewohner der Insel tummeln – Leguane. Nicht zu vergessen sind die vielen heimischen Vogelarten. An der schroffen Ostküste, im Chete Boka Nationalpark, zeigt sich eine über Jahrtausende von Wind und Wellen geformte Landschaft.

Curacao ist aber auch ideal für einen Badeurlaub. Mehr als 35, teils bewirtschaftete Strände mit goldfarbenem Sand und türkisblauen Lagunen stehen zu Auswahl und zeichnen mit ihren verwitterten Auslegerbooten ein romantisches Bild.


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