Tauchen im Oman

Das Tauchen im Oman haftet der Reiz des Unbekannten an und obwohl die Weltkarte für Taucher in unseren Zeiten zunehmend immer besser erschlossen ist, haben nur wenige eine klare Vorstellung von seiner Unterwasserwelt und wie ein Geheimtipp gehandelt werden.
Besonders auch wer ein vergleichbares Tauchziel wie Ägypten sucht, welches in wenigen Flugstunden erreicht, ein gutes Gesamtangebot und mit tropischen Fischreichtum aufwarten kann, der wird im Oman angenehm überrascht.

Als Nachbarland zu den Arabischen Emiraten, wo man unweigerlich an Dubais gigantische Wolkenkratzer, Shoppingmalls und strenge Gesellschaftsnormen denkt, trifft man im Oman auf weltoffene Menschen, die nah an der Natur und trotz des hohen Lebensstandards bescheiden und bodenständig leben. Das macht den Oman so sympathisch und erobert sich immer mehr die Herzen vieler Taucher.

Tauchreisen im Oman

Eine Besonderheit bei einer Tauchreise in den Oman ist, dass große Besuchermassen fehlen und dadurch bedingt findet das Tauchen im Oman im viel kleinerem Rahmen statt. Dennoch haben sich an den wichtigsten Tauchregionen einige Tauchbetriebe mit hervorragenden internationalen Standards etabliert, die regelmäßig zu den Top Tauchplätzen hinaus auf das Meer fahren. Die überwiegende Anzahl der Tauchplätze liegen exponiert vor den Küsten und lassen sich im Rahmen einer Tauchausfahrt mit dem Tauchboot ansteuern. Zu den wichtigsten Ausgangspunkten für Tauchreisen im Oman gehören die im äußersten Norden des Landes gelegene Region Musandam, die Hauptstadt Muscat und die tief im Süden befindliche Urlaubsdestination Salalah.

Die schönsten Tauchplätze im Oman

Die Unterwasserfauna des Omans ist üppig bestückt mit Korallen wie der purpurroten Katzenschwanz-Koralle und weiteren Arten, die von einem dichten Gedränge bunter Rifffische umschwirrt werden. Neugierige Kalmare beäugen die Taucher, während die vielen Kugelfische ihre Ausweichmanöver fahren und Clownsfische über ihre leuchtende Anemonen-Behausung schweben.  Gemusterte Netzmuränen lauern in den dunklen Spalten und unweit davon knabbern Schildkröten am Seegras - gleich vier Arten fühlen sich in den Gewässern heimisch. Hinzu kommen verschiedene Rochenarten, manche mit imposanten Spannweiten, Leopardenhaie und gigantische Fischschwärme.
Ein herausragendes Merkmal sind die Sichtweiten, die oftmals nur zwischen 10 – 15 Meter betragen. Schließlich ist es gerade dem kühleren, nährstoffreichen Gewässer zu verdanken, das dem Oman seinen Fischreichtum beschert und auch elegante Planktonfiltrierer wie Mantas und Walhaie wie magisch anziehen.

Tauchen in Musandam

Im äußersten Norden des Omans entlang der Halbinsel Musandam, befinden sich außergewöhnliche Orte zum Tauchen, die wie ein blauer Saphir vom steil aufragenden Bergmassiv eingefasst liegen. Zwar mutet die Landschaft sehr den der norwegischen Fjorde an, dennoch befindet man sich inmitten einer Wüste und man genießt nichts als Sonne, grenzenlos blauen Himmel und das atemberaubendes Schauspiel aus Formen und Farben des Gesteins.
Unter der Wasseroberfläche liegt der eigentliche Schatz versteckt: Auftürmende Felsen und Gestein, dicht bewachsen mit Schwämmen, Gorgonien, Geweih- & Hirnkorallen und weiteren Hart- und Weichkorallenarten – die Korallendichte ist mit 60% sehr hoch und gehört damit zu den üppigsten Korallengärten im Oman. Bevölkert wird dies von einem eigenwilligen Mix aus Langusten, Papageienfischen, Drückerfischen, Falterfischen, Zackenbarschen und Schwärmen aus Schnappern, Füsilieren und Barrakudas sowie allerlei Kleingetier wie Schnecken in den schönsten Farbkleidern. Verschiedene Rochenarten und mit etwas Glück sogar Walhaie machen das Tauchen im Musandam zu einem besonderen Erlebnis. Den Wert dieses einzigartigen Ökosystems hat auch die Regierung erkannt und in manchen Regionen ist die gewerbliche Fischerei im großen Stil verboten.

Tauchen Daymaniyat Islands

Ein Tauchgebiet von Weltrang sind die Daymaniyat Islands. Die langgezogene Kette aus neun Felseninseln stehen aufgrund ihrer Vogelpopulation und maritimen Fülle schon seit vielen Jahren unter Naturschutz. Daher ist das Tauchen streng reglementiert und das Betreten der Inseln verboten – was bei der kargen Landschaft aus nackten Felsen auch nicht weiter schwerfällt. Unter der Wasseroberfläche beherbergen die Inseln ein Dutzend verschiedene Tauchplätze. Darunter so verheißungsvolle Spots wie Fish Soup Point, Leopard Alley, Stingray Paradise oder Garden of Eden. Die Rifflandschaft ist gekennzeichnet von steil, bis zu 30 Meter abfallenden Wänden, die bestückt mit der typischen Meeresflora aus Katzenschwanz-Korallen, Bäumchenkorallen und Terrassen bildenden Tischkorallen. Sepien schweben über den Korallen, stellenweise versammeln sich große Stechrochen und Leopardenhaien auf dem Grund oder schlängeln sich riesenhafte Muränen durchs Riff. Schildkröten klettern im Geäst und wer genau hinsieht kann auch häufig Seepferdchen finden. Und immer wieder beeindrucken riesige Schwärme aus Füsilieren, Falter-, Fledermausfischen und Schnappern.

Tauchen in Salalah

Vor der Küste von Salalah befinden sich ebenfalls lohnenswerte Tauchspots – Vieles noch weitgehend unerschlossen und man taucht in Salalah häufig exklusiv für sich. Denn erst in den letzten Jahren entdeckt man die pittoreske Schönheit dieser abgeschieden Region, etwa 1000 km südlich von der Hauptstadt Muskat und so entsteht entlang seiner makellosen Sandstrände ein maßvoller Tourismus. Insgesamt sind die meisten Tauchplätze leicht zu betauchen, da die Riffe auf flachen Grund in geringen Tiefen von nicht mehr als 20 Metern liegen. Salalahs Riffe sind ein Flickenteppich aus zerklüfteten Korallen, Felsen, hier und da versandet und von Korallenblöcken durchsetzt. Krokodilsfische sitzen unbewegt auf dem Grund sowie luken häufig Netzmuränen aus ihrer Behausung hervor. Eine tropisch bunte Fülle aus Papageifischen, Drückerfischen und knabbern am Korallengeäst sowie gleiten Adlerrochen majestätisch durch die Rifflandschaft.

Oman – mehr als nur Tauchurlaub

Der Oman wirkt wie eine sonnige Oase. Geschäftige Souks, rotleuchtende Sanddünen, arabische Festungen, sternenklare Wüstennächte und wunderschöne Strände beschwören ein Märchen wie aus "Tausend und einer Nacht". Tatsächlich soll der Märchenheld Sindbad der Seefahrer von hier stammen und auch heute sind die Omanis stolz auf ihre lange Seefahrertradition, die noch weit vor den ersten Europäern über die 7 Weltmeere segelten.

Das Sultanat Oman wirkt ein wenig wie die Schweiz des Mittleren Ostens. Sultan Qaboos lenkt die Geschicke seines Landes ganz im Sinne der kulturellen Werte aus Respekt und Toleranz. Durch die vorbildliche Infrastruktur und ideale Fluganbindungen entwickelt sich der Oman zunehmend zu einem beliebten Reiseziel. Das nur dünn besiedelte Land ist auch über Wasser für faszinierende Entdeckungen und abwechslungsreiche Aktivitäten empfehlenswert. Ob spannendes Offroad Abenteuer, geführte Rundreisen oder sportliche Herausforderungen beim Cayoning, Climbing oder Trekking, ob Kulturinteressierte oder Naturliebhaber - hier findet jeder etwas Passendes.


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Tauchsafari Oman: Al Marsa Dhows durch Musandam

Die Flotte der Al Marsa Dhows unternimmt mit ihren speziell für Tauchsafaris konzipierten Dhows professionelle Tauchtouren in die einzigartige Fjordlandschaft von Musandam. Entdecken Sie diese besondere Region, die abseits des Massentoursimus, wie ein versteckter Schatz daliegen.

Tauchen Oman - Reiseino's auf einen Blick

  • in 6-8 Flugstunden Stunden von Europa aus erreichbar.
  • noch wenig bekanntes Reiseziel abseits des Massentourismus
  • modernes, sicheres Reiseland mit nahezu unberührten Landschaften, einer faszinierender Naturkulisse und unglaublich gastfreundlichen Menschen
  • vielfältige Urlaubsmöglichkeiten: Selbstfahrer Rundreisen, Offroad Touren, geführte Rundreisen, Stopover-Kombinationen, z. B. mit Sansibar

Beste Reisezeit: Beste Reisemonate sind Oktober bis März/April mit angenehmen Temperaturen. Im Norden, im Hajar-Gebirge herrschen auch im Sommer auf 2.000 Meter angenehme Temperaturen. Im Süden, in der Region Salalah locken die Wintermonate mit sommerlichen Temperaturen, ideal für einen Bade- und Tauchurlaub.
Die Sommermonate sind heiß und schwül, in Salalah ist Monsunzeit mit stürmischem Meer.
Lufttemperatur: Region Muskat sowie Musandam 24 - 40 C°, Region Salalah: 25 - 32 C°
Wassertemperatur: 24 - 30 C°
Empf. Tauchanzug: 3 -5mm Nassanzug oder Shorty
Anreise: Direktflüge mit Eurowings nach Salalah von Köln, mit Oman Air ab Frankfurt oder München nach Muskat sowie zahlreiche Umsteigeverbindungen mit arabischen Airlines. Musandam erreicht man auch sehr gut über Dubai.
Zeitzone: Sommer MEZ + 2h, Winter MEZ + 3h
Einreise: Reisepass mit mind. 6 Monate Gültigkeit über das Einreisedatum hinaus erforderlich. Kinder benötigen einen Kinderreisepass.
Bei direkter Einreise aus Europa ist ein Visum erforderlich. Hierfür ist ab dem 21.03.18 ein Online-Antrag erforderlich unter https://evisa.rop.gov.om/. Eine Anleitung dazu finden Sie hier https://www.ftigroup-info.de/2412
Die Kosten für einen Aufenthalt bis 30 Tage betragen derzeit 20 OMR (Stand 09/2017, ca. 43 €).
Bei Einreise über Dubai ist kein gesondertes Visum für den Oman erforderlich, sofern das Visum den Aufenthalt im Oman beinhaltet.

Höhepunkte unter Wasser:

  • Die nährstoffe Gewässer sorgen für enormen Fischreichtum mit einer imposanten Artenvielfalt: beeindruckende Fischschwärme, Riffhaie, Schildkröten, Blaupunkt-, Adler- und Gitarrenrochen, häufig Delfine, aber auch Mantas und Walhaie
  • Bislang nur wenig betauchte, teilweise noch unerforschte Tauchregion
  • In der Region Salalah sind Kelpwälder von Oktober bis Dezember eine Besonderheit. Hier trifft man auch auf Buckelwale, Delfine, verschiedene Rochenarten sowie eine fantastische Makro-Welt
  • In der Region Muscat befindet sich das Naturschutzgebiet »Daymaniyat Islands« die ein wichtiger Nistplatz für Schildkröten sind.
  • In der Region Musandam gibt es anspruchsvolle Tauchplätze mit wunderschön bewachsenen Steilwänden und intakten Korallenformationen.